Besprechung
Er hat schon schlimmer entspannt.
Aber auch deutlich besser.
Mit der Realität hatte das nicht viel zu tun. Die Propaganda malte eine Pseudo-Realität die sich gut für die Rekrutierung und für die daheim gebliebenen machte.
Der Geruch nach nassem Holz und billigen Räucherstäbchen füllt den Raum der den akustischen Eigenschaften eines zu groß geratenen Klos besitzt. Die nackten, in einem oben hellgrün und unten grünen Pastellton angestrichenen Wände verströmen der Charme eines Krankenhauses. Farbbeulen und Stellen an denen Farbe abgeblättert ist machen klar das sich, trotz jahrzehntelanger Nutzung, niemand die Mühe gemacht hat zu renovieren. Immerhin überdecken die nach irgendwelchen einheimischen Kräutern riechenden Räucherstäbchen etwaigen Geruch nach Desinfektionsmitteln.
Und jemand hat sich darum gekümmert das alle Leuchtstofflampen funktionieren. Zumindest das Drittel das jetzt an ist und ein weiß violettes Licht von sich geben. Ob der Raum ab und an auch für Orgien genutzt wird? Das, oder man dachte sich wenn Zierfische in Aquarien sich bei ähnlichem Licht wohlfühlen werden es auch die menschlichen Besucher hier.
Und jemand hat sich darum gekümmert das alle Leuchtstofflampen funktionieren. Zumindest das Drittel das jetzt an ist und ein weiß violettes Licht von sich geben. Ob der Raum ab und an auch für Orgien genutzt wird? Das, oder man dachte sich wenn Zierfische in Aquarien sich bei ähnlichem Licht wohlfühlen werden es auch die menschlichen Besucher hier.
Die niedrigen Holzbänke und der Holzlattenboden umschließen ein ehemaliges, blau gefliestes, Wasserbecken. Das ist leer bis auf den großen runden Holzbottich. Dieser hat immerhin den Durchmesser der Hälfte der kurzen Seite des Beckens und streckt sich fast bis zum Rand des Beckens in die Höhe. Eine leicht angelaufene Edelstahltreppe erleichtert das Betreten des selben.Vier symmetrisch angeordnete Holztreppen umfassen den Bottich und erleichtern den Einstieg. Am Rand des Beckens bieten sie auch eine willkommene Ablagefläche. Die vergilbten Rekrutierungs- und Durchhalte-Poster mit den starken, fröhlichen Miliz-Angehörigen schauen auf jeden herab der sich hier im Becken aufhält. Eine ewige Mahnung nicht zu lange zu Zaudern und für das Vaterland Einsatzbereit zu sein.
Was für ein Humbug. Jers hat nach seinem ersten Besuch aufgehört sie bewusst wahr zu nehmen.
Ein leises Geräusch, das unterdrückte Rumpeln wie von einem auf den Boden achtlos abgestellten Rucksack, weckt Jers aus der trancegleichen Entspanntheit. Er liegt in einer wohligen Wärme, nur der Kopf ragt aus dem dampfenden Yakuzi, während er sich das auf seinem Gesicht liegende feuchte Tuch mit der linken Hand beiseite streicht und mit zusammengekniffenen Augen in Richtung Tür blickt. Wer da wohl kommt?
Das klimpernde Geräusch eines abgelegten Werkzeug-Gürtels. Die Stimme aus dem hinter der Tür befindlichen Umkleideraum beruhigt ihn als er sie erkennt.
"Du kannst mitkommen, wenn Du willst. Jers beißt nicht." hört Jers aus dem Nebenraum.
Eindeutig Tobias Stimme - ruhig, ein wenig belustigt, neckend. Tobias hat seine Freundin zu dem Treffen mitgebracht. Echt jetzt? Die beginnende Anspannung verfliegt ebenso schnell wie ein schlechter Witz und macht einer milden Verärgerung platz. Das ist mal wieder typisch Tobias, denkt sich Jers.
Die rechte Hand die sich dran machte das hinter ihm liegende Handtuch zu greifen verschwindet in den warmen Fluten des großen Holzbottichs. Mit der linken legt sich Jers das Tuch über das Gesicht und zupft das Tuch zurecht damit es möglichst viel Fläche bedeckt. Ach, Entspannung. Jers furzt in den Yakuzi und spürt das kitzeln der aufsteigenden Gasblasen. Trotz feuchten Tuchs attackiert ein vertrauter Geruch Jers Nase. Eine kleine Rache an Tobias, denkt sich Jers, vielleicht vertreibt das Marianne in Zukunft und hält sie von, eigentlich geschäftlich gedachten, Treffen fern.
"Du kannst mitkommen, wenn Du willst. Jers beißt nicht." hört Jers aus dem Nebenraum.
Eindeutig Tobias Stimme - ruhig, ein wenig belustigt, neckend. Tobias hat seine Freundin zu dem Treffen mitgebracht. Echt jetzt? Die beginnende Anspannung verfliegt ebenso schnell wie ein schlechter Witz und macht einer milden Verärgerung platz. Das ist mal wieder typisch Tobias, denkt sich Jers.
Die rechte Hand die sich dran machte das hinter ihm liegende Handtuch zu greifen verschwindet in den warmen Fluten des großen Holzbottichs. Mit der linken legt sich Jers das Tuch über das Gesicht und zupft das Tuch zurecht damit es möglichst viel Fläche bedeckt. Ach, Entspannung. Jers furzt in den Yakuzi und spürt das kitzeln der aufsteigenden Gasblasen. Trotz feuchten Tuchs attackiert ein vertrauter Geruch Jers Nase. Eine kleine Rache an Tobias, denkt sich Jers, vielleicht vertreibt das Marianne in Zukunft und hält sie von, eigentlich geschäftlich gedachten, Treffen fern.
Jers und Tobias waren nur aus einem Grunde hier. Die Schlitzaugen zahlten ziemlich gut.